Wieviel kostet das Betreuungsverfahren?

Hier ist zwischen Gebühren, gerichtlichen und außergerichtlichen Auslagen zu unterscheiden. Gebühren und gerichtliche Auslagen - z. B. Schreib- und Sachverständigenkosten - werden für das laufende Betreuungsverfahren nur erhoben, wenn das Vermögen des Betroffenen 25.000 € übersteigt.

Bei der Berechnung des Vermögens bleibt der Wert eines angemessenen Hausgrundstücks außer Ansatz, wenn das Haus des betreuten Menschen von ihm selbst oder seinem nicht getrennt lebenden Ehegatten bzw. Lebenspartner allein oder zusammen mit Angehörigen ganz oder teilweise bewohnt wird und nach seinem Tod weiter bewohnt werden soll. Als Jahresgebühr für eine auf Dauer angelegte Betreuung werden von dem 25.000,– € übersteigenden Vermögen pro angefangene 5.000,– € eine Gebühr von 10,– €, mindestens aber 200,– € erhoben. Ist die Vermögenssorge von der Betreuung nicht erfasst, wird eine Jahresgebühr von maximal 300,– € erhoben.

Zusätzliche Auslagen

Zusätzlich zu den Gebühren werden Auslagen erhoben, insbesondere Dokumentenpauschale, Reisekosten für Auswärtsgeschäfte und Sachverständigenauslagen. Deren genaue Bezifferung hängt von den im Einzelfall anfallenden Kosten ab. Auch die an die Verfahrenspflegschaft gezahlten Beträge sind Auslagen des Gerichts und werden dem betreuten Menschen in Rechnung gestellt, wenn er nicht mittellos ist, also über Vermögen, das über den sozialhilferechtlichen Schongrenzen (ca. 2.600,– EUR) liegt oder über entsprechendes Einkommen verfügt.

Bei Beauftragung einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwaltes für die Vertretung im Betreuungsverfahren fallen weitere Kosten an.