Fortbildung zur Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen nach dem HGBP

Beschäftigte sowohl in der Altenpflege als auch in der Behindertenhilfe sowie Ärzte und ehrenamtlich oder beruflich im Betreuungsrecht Tätige sind auf eine gute Kooperation angewiesen, insbesondere, wenn es um Anträge für Betreute zur Genehmigung freiheitsentziehender Maßnahmen (Bettgitter, Gurte, Therapietische etc.) in stationären Einrichtungen der Alten- oder Behindertenhilfe geht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung und den im Hessischen Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen vom März 2012 aufgeführten Anforderungen zur Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen (FeM) wird deutlich, dass sich sowohl die Rechts- als auch die Pflegepraxis intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen muss.
Jede Person, die unmittelbar oder mittelbar an diesem Verfahren beteiligt ist, steht bei der Entscheidung für oder gegen Zwangsbehandlungen bzw. FeM vor schwierigen Abwägungen.

Die Fortbildungsreihe ist in Modulen aufgebaut. Jedes einzelne Modul ist eine in sich abgeschlossene Fort-bildungsveranstaltung. Rechtliche, medizinische, pflegefachliche und berufsethische Fragestellungen, aber auch Konfliktmanagement und Kommunikationstechniken sollen im interdisziplinären Diskurs bearbeitet und so die Netzwerkarbeit auf unterschiedlichen Ebenen intensiviert werden. Am Beispiel des „Werdenfelser Weges“ und des Projektes „ReduFix“ sowie anhand von Fallbesprechungen wird aufgezeigt, wie es gelingen kann, freiheitsentziehende Maßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren und allen Beteiligten Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden in dem beigefügten Flyer.